Nach zwanzig Jahren: Die Phase der Konsolidierung

Der VorstandDer organisierte Sport in Flensburg bestand etwa zwanzig Jahre, als Helmut Schumann 1966 das Amt des 1. Vorsitzenden von Hans Hansen übernahm. Die zweiten zwanzig Jahre dienten der Konsolidierung, nachdem der Sport in Flensburg sich zwischenzeitlich nicht mehr um den fehlenden Ball, wohl aber um fehlende Hallen und Schwimmbäder und um nicht ausreichende Sportplätze bemühen musste. Die Gesellschaft hatte sich verändert. Zwar gab es in den 60er Jahren zum Teil Probleme mit der "unruhigen" Jugend, aber am Sport selbst gab es wegen der inzwischen stabilen Form seiner Organisation kaum etwas zu deuteln.

Was Helmut Schumann mit seinem Vorgänger Hans Hansen in dessen Amtszeit begonnen hatte, setzte er als Vorsitzender energisch weiter fort. Die Jugenderholungsstätte Schwennauhof, die sich inzwischen zu einer vorbildlichen Einrichtung entwickelt hatte und zweifellos zu den besten Institutionen ihrer Art in der Bundesrepublik gehörte, wurde weiter ausgebaut. Daran war Helmut Schumann als Vorsitzender entscheidend mitbeteiligt

 

RadsportIm Laufe seiner Amtszeit hatte Helmut Schumann daran mitgewirkt, dass der Kreissportverband und seine Vereine sich organisatorisch verstärken konnten. Der Sport trat durch Veranstaltungen verschiedener Art stärker in das Bewußtsein der Öffentlichkeit. Helmut Schumann setzte auch über Flensburg hinaus auf manchen Gebieten neue Akzente. Ihm gelang es, die finanzielle Unterstützung der Vereine wesentlich zu verbessern, womit der Kreissportverband eine seiner Hauptaufgaben erfüllte, nämlich dafür zu sorgen, dass die Vereine des Kreissportverbandes durch finanzielle Zuschüsse in die Lage versetzt wurden, einen Großteil ihrer Arbeit abzuwickeln und der jungen Generation auch Lebenshilfe zu geben.

Nicht unwesentlich war dabei das politische Engagement von Helmut Schumann, der als Kommunalpolitiker zwar die Gesamtsituation sehen musste, der aber zugleich als ein "Lobbyist" im Flensburger Rathaus galt und in dieser Funktion erhebliche Erfolge erringen konnte.

Nach achtjähriger Tätigkeit übergab Helmut Schumann an Hans-Walter Martens, kurz "Buschi" genannt, der ein langjähriger Kenner des Flensburger Sportes war, sich um seinen Verein bemühte und auch auf der Ebene des Fachverbandes Handball in Schleswig-Holstein eine übergeordnete Rolle spielte. "Buschi" Martens setzte den Kurs von Helmut Schumann fort, was auch für Dr. Karl-Christian Scheel galt, mit dessen Ruhe und Ausgeglichenheit Beständigkeit und Sachlichkeit in die Arbeit des Kreissportverbandes eingebracht werden konnte. Das wirkte sich auch auf das Verhältnis zwischen dem Sport und anderen Organisationen in Flensburg aus.

1981 übernahm Dr. Kay Sörensen das Amt des KSV-Vorsitzenden von Dr. Karl-Christian Scheel. Kay Sörensen kannte die Vielfalt des Sports, er war selbst Sportlehrer und er war ausgesprochener Kenner der Materie. Auch auf Landesebene spielte er im Leichtathletikverband eine führende Rolle. Kay Sörensen gehörte zu denen, die argumentieren und damit auch fordern konnten. Manchmal etwas zu wenig flexibel, ließ er sich nur schwer von der Sache abbringen, für die er sich entschieden hatte. Was er sich vornahm, wollte er auch durchsetzen.

Die zwanzig Jahre von 1967 bis 1987 waren zweifellos interessante Jahre, die in ihrem ersten Teil von der wirtschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland insgesamt beeinflußt wurden, der dann allerdings auch Jahre folgten, in denen die Finanzierung der Sportsstätten, die Zuschüsse an den Sport und die Bereitstellung von Sportanlagen nicht problemlos geregelt werden konnten.

Alle, die in diesen zwanzig Jahren Verantwortung trugen, hatten - wenn auch unterschiedlich - ihre Probleme, die sie lösten.