Runder Tisch "drittligataugliche Fußballspielstätte"

Der SVFL konnte am 22. Mai aus erster Hand Planungsbeurteilungen zu mehreren Standorten für ein mögliches Stadion zu Gunsten hochklassigen Fußballs in Empfang nehmen.  Anlass ist der sportliche Erfolg unseres Mitglieds SC Weiche Flensburg 08.

 

Bereits am 2. Mai 2016 hatte der Sportverband den Besuch des DFB in Flensburg am Stadion im Volkspark begleitet. Damals war offensichtlich geworden, dass das Stadion für nicht mehr als 4.999 Personen gleichzeitig nutzbar ist. Mit Verabschiedung der kommunalen Sportentwicklungsplanung Mitte 2016 hatte die Verwaltungsabteilung „kommunale Immobilien“ daraufhin einen Zielfindungsworkshop aufgesetzt gehabt. Hieran hatten sich sämtliche Nutzer des Stadions sehr konsensual beteiligt. In diesem Zusammenhang wurden auch mögliche Drittnutzungen zusammen mit Nospa, SHZ und Förde Show-Concept unter Leitung des Planungsbüros Drees & Sommer beleuchtet: mehr als 5 externe Veranstaltungen im Jahr erscheinen demnach unrealistisch - bei ca 20 Ligaspielen. 

 

Die technische Umsetzbarkeit im Volkspark liegt seit April 2017 vor. Bis zur Bürgerversammlung im Oktober 2017 erfolgte noch die Kostenschätzung zwischen 12,5 und 30 mio €.

 

Mit dem zunehmenden sportlichen Erfolg hat SC Weiche Flensburg 08 für den Ausbau des Stadions in Weiche Planung angestrengt. Ferner hat der Bebauungsplan des Uni-Campus zumindest eine Vorsehung für eine Rasensportfläche.  Zwischenzeitlich haben verschiedene Abteilungen der Stadtverwaltungen rechtliche Aspekte der  Standorte abgeprüft: gegenwärtig muss alles als offen bezeichnet werden, leider auch in hohem Maße mit planerischen Komplikationen versehen. 

 

SC Weiche Flensburg 08 betreibt bis zur Dauerlösung einen  nachvollziehbaren temporären Ansatz anmietbarer Tribünengerüste.  Spannend ist, wie dies durch Stadt und Verein dem DFB bis zur Meldefrist im Juni als hinreichend sicher und bauordnungsrechtlich machbar bestätigt werden kann.

 

Der Ausblick auf eine dauerhafte bauliche Lösung wird in hohen Maße Geld der Landesregierung in Anspruch nehmen müssen.  In seiner erbetenen Äußerung hat der Sportverband seine Mithilfe wie auch die des LSV angeboten, aber auch darauf hingewiesen, dass die Verhältnismäßigkeit gewahrt werden muss: so besteht  gegenwärtig anscheinend für die Stadt kein Finanzspielraum, eine zeitgemäße Nachfolgesoftware für die Hallen – und Flächenverwaltung durch TVK in der Größenordnung von 9000 € pro Jahr beschaffen zu können. Außerdem sind mehrere 100 Rasensportler heimatlos, so dass alleine im Stadion mind 3 mio €   als Sofortmaßnahmen in Kunstrasensplätze und andere Sportanlagen, zum Beispiel für Leichtathletik, zu veranschlagen sind. 

 

Also:  eine spannende herausfordernde Schlussspielphase!